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Star Wars Battlefront II
Alle Fotos: Electronic Arts

Star Wars Battlefront II

Es war, als ob Millionen in panischer Angst aufschrien und nicht daran dachten, wieder zu verstummen: Einige Tage vor der Veröffentlichung von Battlefront II wurde bekannt, dass sogenannte Loot Boxes ein bedeutender Teil des auf Multiplayer-Gefechte ausgelegten Titels sein würden – Kisten mit zufällig generiertem Inhalt, der Spielern direkte Vorteile im Geschehen gibt.

Dass es ursprünglich sogar möglich sein sollte, diese Vorteile mit echtem Geld einzukaufen, hat Publisher EA ein bilderbuchreifes PR-Fiasko rund um geschäftliche Gier und das verhasste„Pay to win“-Prinzip eingebrockt, unter dem die Wahrnehmung des von DICE, Criterion und Motive entwickelten Shooters nachhaltig zu leiden scheint. Was eine Schande ist!

Schließlich hat die beteiligte Kreativabteilung ganze Arbeit geleistet, um ein Erlebnis zu erschaffen, das mit jedem Pixel „Star Wars“ atmet. Dazu hatte sie Zugriff auf zahllose Original-Modelle und Soundeffekte aus den Lucasfilm-Archiven, was sich permanent bemerkbar macht:

Die hauseigene Frostbite-Engine versetzt Zocker – ein paar wächsern wirkende Gesichtsanimationen mal außen vor gelassen – glaubhaft und detailgetreu in eine weit, weit entfernte Galaxis.

Gar kein so mieses Gefühl bei der Sache

Wie angedeutet ist ein Mehrspieler-Modus für bis zu 40 Personen nach wie vor Prunkstück des Pakets, das deutlich umfangreicher als der Vorgänger daherkommt. Neben missionsbasierten Bodeneinsätzen, bei denen Stützpunkte etwa durch sukzessive Sabotageakte erobert (oder von der Gegenseite verteidigt) werden, locken umfangreiche Weltraumschlachten die Hobbypiloten an.

Je nach Szenario dürfen geschickte Spieler sowohl zu Fuß oder fliegend in ikonische Rollen aus drei Epochen schlüpfen. Die Loot Boxes werden derzeit zwar nur durch erspielbare Credits gekauft, stellen selbst unter diesen Umständen allerdings kein befriedigendes Progressionssystem dar, wenn man eine bestimmte Klasse hochleveln möchte.

Kampagnen-Hauptfigur Iden Versio

Auf der Gegenseite ist die Kampagne für Einzelspieler überraschend fesselnd, wenn man bedenkt, dass sie am Ende des Tages als glorifiziertes Tutorial für den Multiplayer zu sehen ist. Man schlüpft hierbei zunächst in die Rolle von Iden Versio, die eine Spezialeinheit des Imperiums während der Schlacht um Endor anführt, ihr Handeln nach der verheerenden Niederlage (…und der prägenden Begegnung ihres engsten Partners mit Luke Skywalker) jedoch komplett hinterfragt und eigene Wege einschlägt.

Fans, die mit einer maximal authentisch präsentierten und arcadig aufgezogenen Runde Star Wars für zwischendurch zufrieden sind, sollten sich vom Trubel um Loot Boxen und co. nicht von Battlefront II abbringen lassen!

Ab sofort erhältlich für Playstation 4, Xbox One und PC
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