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The Money Fight: Mayweather vs. McGregor

Wenn zwei sich streiten, freut sich dem alten Sprichwort nach meist der Dritte. Wer genau das im vorliegenden Fall ist, sei mal dahingestellt – sicher ist bloß, dass Floyd Mayweather Jr. und Conor McGregor als mustergültige Zankteufel durchgehen!

Während der 40-jährige Mayweather ungeschlagener und eigentlich zurückgetretener Box-Weltmeister ist, stellt der elf Jahre jüngere McGregor das schillerndste Aushängeschild der UFC dar. Nach ewigem Geplänkel haben sich die beiden ausgewiesenen Großmäuler auf einen Kampf nach Boxregeln geeinigt, der ihre Geldbörsen in absurdem Ausmaß aufplustert und im Juli mit einer internationalen Pressetour beworben worden ist.

Zwischen rassistischen Untertönen, homophoben Beleidigungen oder Statusprahlerei der stumpfen Sorte waren dabei so ziemlich alle Untaten im menschlichen Miteinander vertreten, an denen sich die Gesellschaft heutzutage gern aufreibt. Dem öffentlichen Interesse hat das keinerlei Abbruch getan; vielmehr gewann man den Eindruck, als würden der US-Amerikaner und der Ire den Zuschauern genau das geben, was diese von zwei der lautesten Großmäuler der modernen Sportgeschichte ohnehin erwarten.

Hype des Jahrhunderts um die Meister ihrer Fächer

Auch nach den fünf faszinierend-fragwürdigen Terminen, die in ihren schlimmsten Momenten durchaus Fremdscham haben aufkommen lassen, dürften die Sticheleien bis zum Gongschlag am Sa., 26.08.  munter weitergehen. So fiel McGregor beispielsweise mit dem Basketball-Trikot eines ehemaligen Golden State Warriors auf, obwohl er sich ausdrücklich nicht für den Sport begeistert.

Jener C.J. Watson allerdings hatte vor Jahren mit Mayweathers Freundin geschlafen, woraufhin der Boxer seine Berufskenntnis in den eigenen vier Wänden ausgespielt und infolgedessen 90 Tage wegen häuslicher Gewalt gesessen hat. Es gibt womöglich keine bessere Anekdote, um die Charakterzüge der beiden Kontrahenten kompakt zu umreißen…

Obwohl der Trashtalk eindeutig vom vorlauten McGregor dominiert wurde, räumen ihm Experten und andere rational veranlagte Personen im Kampf selbst kaum eine Chance ein. Zwar betont Conor einerseits, dass es sich aufgrund fehlender Tritte, Ellenbogen und co. ohnehin nur um „half a fight“ handele. Andererseits boxt Mayweather seit jungen Jahren und galt den Großteil seiner Karriere als unantastbare Instanz, die ihr sportliches Erbe mit mäßig spannender, aber extrem effektiver Defensivarbeit errichtet hat.

Mike Tyson derweil geht einem Interview zufolge sogar davon aus, dass McGregor das Match nicht überlebt. „The Notorious“ bleibt ungeachtet dessen siegessicher und gefällt sich in der Rolle des Underdog: „You are all going to eat your words for the rest of your days, while I eat lobster for the rest of mine.”

Bei Redaktionsschluss stand noch nicht fest, wer das in Nevada stattfindende Showspektakel in Deutschland überträgt!

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