Facebook

Grillgut? Grill besser!

Fachmännische Vorschläge aus der Fleischerei Lippstadt

Es liegt in der Luft: Aus der Nachbarschaft steigen verdächtige Wölkchen auf, während der wohlbekannte Geruch von Kohle und Fleisch die Nase umschmeichelt. Hören kann man es genauso gut, denn vergnügte Gruppendiskussionen werden von gelegentlichem Gelächter unterbrochen und durchgehend von Geschirrgeräuschen begleitet. Keine Frage – da wird gegrillt.

Eine der beliebtesten Sommerbeschäftigungen überhaupt hat mal wieder Hochsaison und treibt Menschen aller Altersklassen in den Garten, Balkon oder Park. Wer sich dabei  nicht über halbgare Steaks, den falschen Grill oder dessen mühselige Reinigung ärgern will, sollte sich für die folgenden Empfehlungen erwärmen können. Zusammen mit Koch Philipp Buligk hat das Team der Fleischerei Lippstadt zusammengefasst, worauf es ankommt!

Vorbereitung

Worauf sollte man Wert legen, wenn für den Grillabend eingekauft wird?
Billig ist nicht gleich gut. Wir empfehlen den lokalen Metzger des Vertrauens, denn der bietet meist mehrere Qualitäten an. Außerdem kann man sich hier zum Thema Nachhaltigkeit und Herkunft informieren. Die Marinade kann man übrigens selber machen, das spart Geld und schmeckt im Normalfall sogar besser.

Wie bereitet man sein Fleisch bestmöglich auf den Grillrost vor?
Nach Möglichkeit sollte man schon Stunden vorher marinieren, damit der Geschmack ins Fleisch zieht und das Grillgut auf Zimmertemperatur bringen.

Womit tut man Vegetariern und Veganern einen Gefallen?
Da bietet sich Grillkäse für Vegetarier und leckeres Grillgemüse für die Veganer an. In Sachen Tofu gibt es natürlich ein großes Angebot für beide Parteien, außerdem kann man den Abend mit leckeren Salaten kulinarisch aufwerten.

Wo liegen die Vorzüge der verschiedenen Grill-Varianten?
Der Kohlegrill ist einfach Kult und kann alles, was ein Grill können muss. Allerdings ist die Säuberung recht aufwändig und die Wartezeit, bis der Grill auf Touren kommt, etwas länger. Im Gegensatz dazu ist die Gasvariante sofort einsatzbereit und kostengünstig; eine Gasflasche hält mehrere Grillabende. Ein Ausbrennen unter hoher Temperatur und das Abkratzen des Grillrostes mit der Drahtbürste machen das Säubern sehr einfach. Auf Platz 3 landet bei uns die Elektrovariante. Damit hat man kein richtiges Grillerlebnis, denn Feuer gehört unserer Meinung nach dazu. Außerdem ist der Energieverbrauch hier am höchsten! Und falls man im Park grillen möchte, ist ein derartiger Grill sowieso nicht zu gebrauchen.

Auf welche Funktionen sollte der geschmackvolle Genießer keinesfalls verzichten?
Der Grill sollte verschließbar sein und mehrere Temperaturzonen haben, damit man stark anbraten und langsam garen und ruhen lassen kann. Gerade bei Steaks ist diese Funktion äußerst förderlich. Darüber hinaus sollte den Grillrost aus Gusseisen sein, da man so ein Topergebnis erzielt und die Lebensdauer extrem lang ist. Eine Herdfunktion ist auch immer ein netter Aspekt, wenn Saucen oder Beilagen gekocht werden wollen.

Ans Werk

Gibt es „beliebte“ Fehler, die es zu vermeiden gilt?
Der Garpunkt von Steaks wird leider oft nicht getroffen. In diesem Fall helfen Grillthermometer, die man ins Fleisch steckt. Bei exakter „Kerntemperatur“ kann das Steak dann vom Grill genommen werden. Und wenn man sein Grillgut mit Bier ablöschen möchte, sollte man bei Holzkohlegrills vorsichtig vorgehen, da die gesamte Asche sonst auf dem leckeren Fleisch landet.

Würstchen mit Kartoffelsalat sind ein absoluter Klassiker. Welche Kombination aus Fleisch und Beilage genießt (noch) nicht den Ruhm, der ihr zusteht?
Italienischer Kartoffel-Tomaten-Salat mit Salsiccia ist unser Tipp für diese Saison. Außerdem kann man sich auch an moderne „Cuts“ wagen. Den gegrillten Tafelspitz sollte man unbedingt mal ausprobieren; hier empfehlen wir US-Ware…beispielsweise von der Farm Greater Omaha.

Wie lassen sich eigene Saucen oder Dips selbst herstellen?
Man besorge sich Ketchup oder Mayonnaise als Basis. Rauchsalze, frische Gewürze und leckere Öle können dann vorsichtig kombiniert werden. Probieren geht über studieren! Grundsätzlich ist Erfahrung ein wichtiger Aspekt. Also: Grillen, grillen und nochmal grillen.

Nachbereitung

Die Teller sind leer und es wurde bis zur körperlichen Belastungsgrenze geschlemmt. Wie wird man das lähmende Völlegefühl, das daraus gelegentlich resultiert, wieder los?
Ein Spaziergang oder der altbewehrte Verdauungsschnaps helfen. Hier empfehlen sich leichte Weißweine zu Geflügel und Bier zur Wurst – die passten schon immer gut zum Grillabend. In Sachen Bier darf man aber ruhig etwas experimentieren, es gibt mittlerweile zum Beispiel unzählige Sorten Craft Beer mit sehr interessanten Geschmäckern.

Die Pflicht folgt unweigerlich: Habt ihr einen einfachen Tipp, um einen ausgiebig genutzten Grill mühelos wieder sauber zu kommen?
Es tut sich leider nicht von selbst, deswegen muss man die Zeit wohl oder übel investieren. Verschmutzungen sollte man am besten auf hoher Temperatur wegbrennen, mit Grillreiniger behandeln und – wenn nötig – über einen längeren Zeitraum einwirken lassen.

…mehr Inspiration und Einkaufsmöglichkeiten unter www.die-fleischerei.net!

Vergleichbare Artikel