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Zum Saison-Endspurt: Karriereportrait zu Jeff Saibene

Schönrederei ausgeschlossen: Mitte März hing Arminia Bielefeld mal wieder schwer getroffen in den Seilen. Nach der Freistellung von Jürgen Kramny, der seinerseits den bereits am zehnten Spieltag entlassenen Rüdiger Rehm beerbt hatte, musste Co-Trainer Carsten Rump zum zweiten Mal innerhalb einer Spielzeit in die Bresche springen. Unter den zufriedenen Augen der Update-Redaktion gelang im Heimspiel gegen Kaiserslautern prompt ein Dreier, doch mangels A-Lizenz rückt Rump, der – Phrasenschwein – die Mannschaft wirklich zu erreichen scheint, wieder in die zweite Reihe.

Zunächst wurde daraufhin ausführlich gerätselt: Für wen wohl? Eurofighter und Ex-Wiener Mike Büskens galt einigen Stimmen zeitweise als Kandidat und auch der wohlbekannte Name von Uwe Rapolder oder der Wunsch nach einer vierten Amtszeit von Jahrhunderttrainer Ernst Middendorp waren hier und da zu vernehmen. Letztlich fiel die Wahl auf einen Fußballlehrer, den die wenigsten Fans akut auf dem Radar gehabt haben dürften. Auftritt Jeff Saibene!

Der Luxemburger stößt nach ersten Vereinen in der Heimat mit gerade einmal 18 Jahren zum inzwischen zehnfachen belgischen Meister Standard Lüttich, wo er sich zwischen 1986 und 1989 allerdings nicht durchsetzen kann. Daraufhin wechselt er zum FC Aarau in die Schweiz, wo Saibene verteilt auf zwei Etappen seine erfolgreichste Zeit als Spieler erlebt: Nachdem die erste 1993 mit dem Gewinn der Meisterschaft gekürt wird, kehrt er im Anschluss an ein zweijähriges Zwischenspiel bei den Old Boys Basel zur Saison 1995 / 1996 noch einmal nach Aarau zurück.

Als dritte Station bei den Eidgenossen fügt Saibene seiner Vita in den späten Neunzigern außerdem den FC Locarno hinzu, ehe er die Fußballschuhe 2002 beim luxemburgischen Swift Hesperingen an den sprichwörtlichen Nagel hängt. Schon im Vorjahr war er aus der Nationalmannschaft zurückgetreten, für die der zumeist eher defensiv ausgerichtete Mittelfeldspieler bis dahin 64-mal aufgelaufen ist und dahingehend von nur sechs seiner Kollegen überboten wird.

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