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Blumen mit gutem Gewissen fairschenken
Foto: istock.com/KristinaJovanovic

Blumen mit gutem Gewissen fairschenken

Der Absatz für frische, farbenfrohe Blumen ist in Deutschland in den letzten Jahren beständig gestiegen. Besonders zum Valentinstag am Di., 14.02., möchte man seinem Partner gern eine blumige Freude bereiten. Doch im kalten deutschen Klima bringt dies einige Probleme mit sich…

Wo kommen unsere Blumen eigentlich her?
In den frostigen Wintermonaten wird man auf deutschen Böden wohl kaum eine schöne rote Rose zum Valentinstag finden. Kein Wunder also, dass fast die Hälfte aller Blumen aus wärmeren Entwicklungsländern rund um den Globus stammen. Trotz hoher Transportkosten erweist sich dies als günstiger für die deutschen Blumenhändler.

Dies hat jedoch auch seinen Preis: Die ohnehin meist schon verheerende Wasserknappheit wird durch die immensen Bewässerungsmaßnahmen noch verschlimmert. Zugleich herrschen menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und die Verwendung heftiger Chemikalien schadet sowohl Mensch als auch Umwelt. Der Verkauf solcher Blumen ist somit keinesfalls ökologisch, weshalb man sich nach schonenderen Alternativen umsehen sollte.

Foto: istock.com/Neyya

Blumen mit Siegel – Für mehr Fairness
Wer dennoch jemandem mit prächtigen Blüten eine Freude machen möchte, sollte Ausschau nach fair gehandelten Blumen halten. Diese werden durch verschiedene Siegel gekennzeichnet und sind mittlerweile in den meisten Supermärkten und Blumenläden erhältlich. Hierzu gehört unter anderem das Transfair-Siegel für Blumen, das die Einhaltung umweltfreundlicher und sozialer Standards bei den gekennzeichneten Produkten achtet. Ähnliches gilt für das Flower Label Programm, welches garantiert, dass die Blumen ökologisch produziert wurden.

Auch online faire Blumen bestellen
Immer mehr Online-Blumenhändler setzen auch auf fair gehandelte und zertifizierte Blumen. Alternativ dazu bietet beispielsweise der Blumenversand Bloomy Days frische und saisonale Schnittblumen aus der Region an. Somit werden lange Transportwege und verschwenderische Bewässerungsmethoden vermieden und Blütenpracht von deutschem Boden angeboten.

Gerade zum Valentinstag sollte man vielleicht einmal von den eher umweltschädlichen roten Rosen absehen und stattdessen zu einer heimisch blühenden Blume greifen – so können Blumen mit einem guten Gewissen „fairschenkt“ werden.

Foto: istock.com/skynesher

Bielefeld und die Aktion Fairschenk Blumen! – Mehr Aufmerksamkeit für faire Blumen
Bei Fairschenk Blumen! handelt es sich um eine Kampagne der Bielefelder Blumenhändler, die Angebot und Nachfrage für umweltfreundliche und sozial verträgliche Blumen fördern soll. Rund 30 Blumenläden beteiligen sich seit Beginn dieser Aktion im Jahr 2000 daran. Geschäfte, die faire Pflanzen anbieten, werden klar erkennbar gemacht, um so die Aufmerksamkeit der Kunden für diese Problematik zu schulen. Das soll dazu führen, dass es dem deutschen Blumenhandel gelingt, immer mehr heimische und biologisch angebaute Blumen zu etablieren.

Wer also weiterhin mit einem guten Gewissen Blumen verschenken möchte, sollte auf die entsprechenden Merkmale achten oder aber auch einfach mal selbst Hand anlegen. Viele Bauernhöfe bieten die Möglichkeit, eigene Blumensträuße zu pflücken. Frischere und fairere Blumen lassen sich wohl kaum finden!

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