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Final Fantasy XV
Foto: Square Enix

Final Fantasy XV

„A Final Fantasy for Fans and First-Timers“ will der sage und schreibe 15. Teil – diverse Spin-Offs nicht eingerechnet – der seit 1987 existierenden Videospielreihe sein. Nach langer, turbulenter Entwicklung ist das heißerwartete Action-Rollenspiel der japanischen Spezialisten von Square Enix endlich erhältlich. Theoretisch ließen sich ganze Sonderausgaben zum Fantasy-Epos füllen. Wir allerdings wollen kompakt ergründen, ob es seiner Selbstbeschreibung gerecht wird!

Das ist so ein Fall, bei dem man sich selbst eine Meinung bilden muss“, gibt sich Langzeit-Fan und Redakteurin Ronja diplomatisch. „Ich habe mich natürlich darüber gefreut, dass alte Bekannte wie die Kaktoren, Chocobos oder Adaman Taimai wieder dabei sind. Außerdem ist die Musik von Yoko Shimomura, die ja auch für den Soundtrack zu `Kingdom Hearts´ verantwortlich ist, der Hammer.“ Eine Einschätzung, der man sich auch als Quereinsteiger problemlos anschließen kann – gerade die Untermalung von Kampfsequenzen setzt sich fest und erinnert abseits der Konsole immer wieder daran, dass zuhause ein episches Abenteuer bestritten werden will.

Doch worum geht’s dabei? Hauptcharakter Noctis ist Kronprinz des Königsreichs von Lucis, das vom feindseligen Niflheim hintergangen und an den Rand des Untergangs gestürzt wird. Der Thronfolger zieht daraufhin mit drei Gefährten – dem loyalen Leibwächter Gladiolus, dem Intelektuellen Ignis und dem juvenilen Fotografen Prompto – aus seiner einst friedlichen Heimat in eine weite, für den Spieler frei erkundbare Welt, um Widerstand in die Wege zu leiten.

Das Zusammenspiel der vier Figuren ist das Herzstück von „Final Fantasy XV“: Ihre Bemühungen zur Rettung ihrer Heimat gestalten sich als gigantischer Roadtrip, der zu Fuß, auf dem Chocobo oder in der Regalia-Luxuskarosse immer wieder von charakterbildendem Smalltalk begleitet wird. „Im Spiel steckt viel Liebe zum Detail und die Story ist extrem emotional; die Charaktere sind wunderbar unterschiedlich und mit guten wie schlechten Eigenschaften ausgestattet“, zeigt sich Ronja zufrieden.

Schade ist hingegen, dass sich die Story teilweise lückenhaft anfühlt und manche Beweggründe unverständlich bleiben“, gibt sie zu bedenken. Wer tief in die Materie eintauchen möchte, hat durch zwei Begleitformate – den Animationsfilm „Kingsglaive“ und die Anime-Serie „Brotherhood“ – zwar die Chance dazu; grundsätzlich sind in sich komplett wirkende Videospiele aber zu begrüßen. Immerhin haben die Entwickler angekündigt, hier noch erklärenden Content nachzuliefern.

Als alter Fan sollte man sich von Erwartungen und Gewohntem lösen, gerade was die Echtzeit-Kämpfe angeht“, resümiert Ronja. „Trotz seiner Andersartigkeit fühlt es sich nicht zuletzt wegen der vielen Referenzen aber absolut wie `Final Fantasy´ für mich an. Man muss sich nur darauf einlassen…und Spaß an Sidequests haben.

Ganz ohne Vorbelastung (…wenn wir den gewöhnungsbedürftigen J-Boyband-Look ausklammern) fällt es natürlich noch leichter, den 15. Teil für seine Stärken zu schätzen und sich in all seinen kleinen Liebenswürdigkeiten zu verlieren!

www.finalfantasyxv.com

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