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Multimodal: Ein Jahrzehnt der Vielfältigkeit

Bei der Multimodal Radio Show ist der Name insofern Programm, als dass zwischen House, Techno und all ihren jeweiligen Subgenres die modernen Trends und Entwicklungen der elektronischen Szene beleuchtet werden. Dazu laden Rafael Silesia und Marcel Szi wöchentlich in ihre Studios und dürfen sich darauf verlassen, dass die DJs und Produzenten der Region dem Ruf folgen: Dauergäste unseres Terminkalenders wie Juliet Sikora, Sharam Jey, Miss Kyiami oder Dry & Bolinger haben sich bei den Videostreams schon auf die Finger schauen lassen.

Die Gastgeber wiederum haben wir im Zuge der großen Jubiläumsparty am Sa., 26.11., zum Gespräch gebeten!

Möchtet ihr euch zur Einleitung eben einmal selbst vorstellen? Wer seid ihr, woher kommt ihr, wie alt seid ihr, unterstützen euch weitere Menschen?
Rafael Wir sind zwei Mannen im besten Alter – also in den frühen Dreißigern. Hauptberuflich sind wir beide Kaufleute, nebenberuflich leben wir unsere Leidenschaft für elektronische Musik aus. Marcel ist Bielefelder durch und durch, während ich ursprünglich aus Schlesien komme, in Gütersloh die Teenie-Jahre erlebt habe und seit 2004 Herforder bin.
Im Hinblick auf die Multimodal unterstützt uns vor allem Detronica, unsere Nachwuchs-DJane. Auch Freunde sind dabei, die sich ebenfalls für elektronische Musik begeistern und die Treffen zur Sendung genießen. Davon werden es immer mehr. Jedoch achten wir darauf, unser Studio nicht zu überfüllen – dann ist es nämlich nicht gerade einfach, den Fokus auf die Sendung zu bewahren.

Erinnert ihr euch an bestimmte Platten, Personen oder Momente, die euer Interesse an elektronischer Musik erst entfacht haben?
Rafael
Wahrscheinlich wie bei so vielen meines „Hot Since 82“-Jahrgangs war es die frühe Dance-Musik der 90er: 2Unlimited, Snap! und so weiter waren der Anfang von allem. Über Dance habe ich schließlich zu Trance gefunden – die alte „Tunnel Trance Force“-Reihe beispielsweise. Zu der Zeit, um das Jahr 2000, ging es mit Clubbesuchen los. Hier prägte mich ein DJ-Urgestein aus unserer Region: Alex Lück. Freitags im Space (GoParc) mit Trance & Techno Sounds – eine unvergessliche Zeit. Ein Prediger an den Decks und eine echte Gemeinde, welche die Sounds feierte. Alex war derjenige, der mein Interesse an Techno weckte.
Marcel Meine allererste Maxi-CD war „Der Berg ruft“ von K2 (lacht). Seitdem schmelze ich bei elektronischer Musik dahin. Zudem bin ich wie Rafael im GoParc (Space) groß geworden. Meinen ersten Club-Besuch hatte ich auch dort mit Ende 13 – wirklich wahr – und die  Headliner des Abends waren Silver und ATB. Ich kann mich auch heute, mit fast 32 Jahren, noch daran erinnern.

Im August 2006 ist Multimodal erstmals auf Sendung gegangen. Was hat damals motiviert und inwiefern hat sich dieser Antrieb im Laufe der letzten zehn Jahre geändert?
Rafael Die Multimodal war in den ersten fünf Jahren ein Solo-Projekt von mir. Die Motivation war es, die aus eigener Perspektive großartigen Tracks mit anderen Menschen zu teilen und diese dafür zu begeistern. Und wenn es sich ideal entwickelt, gemeinsam diese Musik zu feiern und tolle Momente zu erleben. Das hat sich bis heute nicht verändert. Es ging nie darum, sich selbst, sondern immer nur die Musik zu feiern. Das Radio ist das Medium, um Musik mit anderen zu teilen! Und das zeitlich relativ flexibel.

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