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WWE 2K17

Wen sowohl Wrestling als auch Videospiele schon eine Weile begleiten, ist womöglich von der Hoffnung auf ein zweites „No Mercy“ verlassen. Der letzte WWF-Titel fürs N64 gilt unter Fans bis heute als Referenzwerk, ein aus seinem Holz geschnitzter Ableger wird unentwegt herbeigesehnt. Falsch wäre allerdings, die aktuelle 2K-Reihe deshalb voreilig abzutun, denn die macht zwischen den Seilen eine Menge richtig!

In den letzten Jahren wurde das Spielgeschehen in den Simulationsbereich verlagert – wer wirr auf Knöpfe kloppt, kommt nicht weit. Ein wenig Einsteigerfreundlichkeit wird so geopfert, doch Geduld und Blicke in die Moveliste der athletischen Entertainer zahlen sich aus: Durch die begrenzt verfügbare Chance, Angriffe umzukehren, bekommen Kämpfe einen taktischen Anstrich und werden um dramatische Wendungen bereichert.

Das entsprechende Kommando ist zwar immer noch etwas biestig, grundsätzlich hat man nach einigen Runden aber das befriedigende Gefühl, für jede Situation das passende Manöver zu kennen. Nachbesserungen genossen haben Matches mit Leitern oder mehreren Teilnehmern, während die sogenannten OMG-Momente ihren juvenilen Namen zurecht tragen: Ein F5 durch den Tisch, ein Codebreaker von der Leiter oder ein ringsprengender Superplex gegen Big Show sind echte Highlights!

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Auf der Haben-Seite sind außerdem ein umfangreicher Editor und die Rückkehr der Backstage Brawls zu vermelden, während es für das Fehlen eines Showcase-Modus und zeitliches Hinterherhinken (…der Brand Split ist nicht inbegriffen, die Authority noch ein Ding und Shinsuke Nakamura lediglich gegen Aufpreis zu haben) einen mahnenden Cesaro-Swing gibt.

Erhältlich für Playstation 4, Xbox One, Xbox 360, Playstation 3 und PC
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