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High-Rise

highrise_jun16Unsere aktuelle Literaturverfilmung basiert zur Abwechslung mal nicht auf einem Comic, sondern auf dem von J.G. Ballard verfassten Roman „High-Rise“ – ältere Semester und Leseratten kennen die deutsche Übersetzung womöglich als „Der Block“ oder schlicht „Hochhaus“.

Dass sich die Mitte der Siebziger veröffentlichte Geschichte wunderbar in die Jetzt-Zeit übertragen lässt, zeigt die Adaption von Regisseur Ben Wheatly: In ihr folgt der Zuschauer dem gutsituierten Dr. Robert Laing (Tom Hiddleston), der nach dem Ende seiner Ehe auf der Suche nach Abgeschiedenheit ist und sie in einem hochmodernen Gebäudekomplex findet.

Dieser bietet seinen Anwohnern fast alle denkbaren Annehmlichkeiten, ohne dass sie die Anlage überhaupt noch verlassen müssten. Laing lernt die alleinerziehende Mutter Charlotte (Sienna Miller) oder den Schöpfer des Projekts (Jeremy Irons) genauso kennen wie einen Journalisten und seine schwangere Frau (Luke Evans und Elisabeth Moss).

Allmählich wird zudem klar, dass sich das Hochhaus aus einem sorglos lebenden oberen Part, einer Mittelschicht und den zunehmend unzufriedenen Bewohnern in den unteren Etagen zusammensetzt. Als Mieter der Mitte steht Laing zwischen den Fronten des Klassenkampfes, der zwangsläufig aus diesen Umständen resultiert und ab dem 30.06. auf der Leinwand ausgetragen wird…

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