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Unter freiem Himmel: Bielefelder Luft

Bei Redaktionsschluss deutet er sich nur vereinzelt und mit einiger Zurückhaltung an, doch wir legen uns wagemutig fest: Der Sommer wird kommen! Wer die wärmeren Tage in Bielefeld verbringt und das dieses Jahr vielleicht sogar zum ersten Mal überhaupt tut, freut sich über folgende Stationen, an denen man die Stadt  in Kombination mit ein paar Sonnenstrahlen von ihrer vorzeigbarsten Seite erleben darf.

Die Sparrenburg: Zwischen Festung und Festplatz
Im Alltag könnten Außenstehende durchaus den Eindruck gewinnen, dass eine für Einheimische schon längst nicht mehr lustige „Verschwörung“ als Wahrzeichen von Bielefeld fungiert. Dem ist natürlich nicht so! Wenn überhaupt etwas mit einem derart prestigeträchtigen Titel geschmückt werden sollte, ist es zweifelsohne die Sparrenburg: Vor fast 800 Jahren wurde ihr Grundstein gelegt, 1377 hat Kaiser Karl IV. vor Ort übernachtet und in der Folgezeit haben sowohl ein Erdbeben als auch mehrere Kriege für Schäden an der Spornburg gesorgt. Und nein, hier hat sich kein Fehler eingeschlichen – die Sparrenburg ist eine Spornburg, weil sie auf „einer nach mindestens zwei Seiten steil abfallenden Geländeformation“, einem Bergsporn, zu finden ist (danke, Wikipedia).

Bei so viel Geschichte gilt es, die Gegenwart nicht ganz zu vergessen: Heutzutage ist die einstige Festung nicht nur Zielort des jährlich im April stattfindenden Hermannslauf, sondern auch beliebter Treffpunkt für Turteltauben und Spaziergänger. Wo sonst kommen eine einzigartige Kulisse und ein weiter Ausblick über die Stadt schon so schön zusammen? Hobby-Historiker freuen sich, dass zum Frühling wieder Touren auf den Turm oder durch die unterirdischen Gangsysteme buchbar sind, während das traditionelle Sparrenburgfest ab Fr., 29.07., mit zahlreichen Ständen und Darstellern einen dreitägigen Rückwurf in  mittelalterliche Zeiten erlaubt.

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