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Ringlokschuppen präsentiert sich gestört, aber geil

Ein unterhaltsames Schauspiel durfte man vor etwas mehr als einem Jahr verfolgen, als „Unter meiner Haut“ von Gestört aber GeiL der breiten Masse zugänglich gemacht wurde: Stein des Anstoßes war in den Augen einiger, dass das sächsische Duo eben nicht Interpret des Stücks sei, sondern diesem durch eine prominent platzierte Unterbringung in einem ihrer Sets lediglich mehr Aufmerksamkeit verschafft habe.

Der „eigentliche“ Künstler Koby Funk wird bei Auflistungen des Liedes nun immerhin genauso erwähnt wie sein Sänger Wincent Weiss, während man die Original-Interpretin Elif (auf deren geistiger Schöpfung eigentlich alles beruht) erst einmal googlen muss. Klingt erst einmal unfair, gab‘s in den Sechzigern grundsätzlich aber genauso. Nur ohne Google halt.

Für Fans von Spike*D und Nico Wendelt ist die Geschichte natürlich längst Schnee von vorgestern – zumal die beiden DJ-Durchstarter mit dem selbstbetiteln Album längst neue Nummern nachgelegt haben, die die Gratwanderung zwischen Pop und Deep House vorantreiben. Underground-Verfechter werden sich in diesem Leben wohl nicht mehr für Gestört aber GeiL begeistern können, Fürsprechern allerdings steht im Bielefelder Ringlokschuppen am Fr., 29.04., eine zweistündige Show mit allerlei Effektzauber bevor! Im Anschluss untermalt Markus Gardeweg die „Electronic Party“.

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