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Im Kino: Hardcore Henry

Es gibt so Wünsche, die man zwischenzeitlich aufgibt und teils über Jahre in seinem Unterbewusstsein vergräbt, nur um später mit umso größerer Begeisterung auf ihre unverhoffte Erfüllung zu reagieren. Wer nun an Nikes neue, selbstschnürende Schuhe denkt – ja, sowas in der Art. Viele  Zockerfreunde hingegen, die in den Neunzigern Egoshooter mit (aus heutiger Sicht) absolut lachhafter Grafik gezockt haben, haben sich seit jeher vorgestellt, wie gut all das Geballer bloß „in echt“ aussehen würde.

Kontemporäre Games kommen dem Fotorealismus heute deutlich näher als damals, doch Regisseur Ilya Naishuller hat dem Ganzen die Krone aufgesetzt: Sein Debüt „Hardcore Henry“ ist komplett aus der Ich-Perspektive gefilmt und lässt den Zuschauer ab Do., 14.04., durch die Augen des Titelcharakters erleben, wie sich dieser in wahnwitzigen Actionsequenzen durch Moskau kämpft, um seine Frau zu retten. Die Definition von „Style over Substance“…aber muss das immer etwas schlechtes sein?

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