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Nach der Con ist vor der Con

Nach der ersten Ausgabe der German Comic Con haben wir uns mit Veranstalter Markus Borchert (33) unterhalten, der nicht nur Einblick in den Entstehungsprozess der Messe liefert – mit einem offenen Ohr für Kritik plant er samt Team bereits den zweiten, deutlich größeren Streich. Dabei gab es schon zur Premiere ein gewisses Gespräch, das die Messlatte wohl für alle Zukunft uneinholbar hoch platziert hätte…
(Aus dem Archiv. Original veröffentlich im Januar 2016)

Die erste Ausgabe der German Comic Con ist Geschichte. Hat sich der Stress der Nachbereitung jetzt, eine knappe Woche später, langsam gelegt?
Hehe, wir stecken noch mittendrin. Bei so einer Veranstaltung muss man eigentlich mindestens vier Wochen Nachbereitung einplanen.

Was fällt denn an?
Da wäre erst einmal der ganze Papierkram. Wir waren vorher eine Woche nicht im Büro, da muss also viel nachgeholt werden. Abrechnungen müssen gemacht werden, wir kümmern uns um Presse- und sonstige Anfragen, haben bereits mit dem Ticketverkauf für das nächste Jahr begonnen…nach der Con ist definitiv vor der Con.

Bevor es weiter in die Zukunft geht, würde ich gerne zu der Phase zurückspulen, in der der Entschluss zur „eigenen“ Comic Con auf deutschem Boden gereift und gefasst worden ist.
Also wir sind grundsätzlich ja ein Team, das Convention-erfahren ist. Es hat uns dabei schon immer gereizt, so eine Veranstaltung nach amerikanischem Vorbild irgendwann nach Deutschland zu holen. Da wurde viel geredet, viel philosophiert. Nachdem im Frühjahr 2015 dann die Dutch Comic Con stattgefunden hat, auf der wir zu Gast waren, hatten wir das Gefühl, dass Europa für so etwas bereit ist. Wir sind das trotzdem sehr vorsichtig angegangen – eine Halle von etwas unter 10.000 Quadratmetern, eine Facebook-Seite, tausend Hardcover-Tickets für den Vorverkauf, mal gucken wie es ankommt.

Ich bin dann nach San Diego zur Comic-Con geflogen und als ich wieder zurück war, hatten wir die ersten fünftausend Karten innerhalb von drei Wochen verkauft. Deutschland war also noch reifer, als wir erwartet hatten.

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