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Eddie’s Revenge: Lebendiger denn je

Eddie’s Revenge könnten kaum einen besseren Zeitpunkt genießen, um ihr Ding durchzuziehen: Das neue Iron Maiden-Album ist überraschend stark, doch gleichzeitig zeigt sich die britische Heavy Metal-Legende nicht übermäßig tourfreudig, was Termine in Deutschland betrifft. Glücklicherweise bieten Markus (Gesang) und Peter (Bass) weit mehr als nur brauchbares Placebo, wenn sie gemeinsam mit Mac und Batty an den Gitarren und Guido an den Drums loslegen, um die zeitlosen Klassiker von Bruce, Steve und co. auf die etwas kleinere Bühne zu bringen!
(Aus dem Archiv. Original veröffentlicht im November 2015)

Die naheliegendste Frage zuerst: Wie gefällt euch „The Book of Souls“?
Markus: Sagen wir mal so…es ist besser als die letzten beiden. Was uns nicht so gefällt – auch wenn das sicher Geschmackssache ist – ist die recht dünne Produktion. Für drei Gitarren klingt das ein bisschen schwach. Mir fehlen da auch ein paar Trademarks, sprich die doppelten Leads zum Beispiel. Die sind zwar vorhanden, klingen manchmal aber eher, als wären sie mit einer Gitarre plus Overdub aufgenommen worden. Aber das Cover ist viel, viel besser!
Peter: Da kommt eher der Musiker als der Endverbraucher durch. Ich finde die Scheibe von den Songs her super, aber…

Auch unzufrieden mit der Produktion? Ob Martin Birch oder Kevin Shirley da nun das Maß der Dinge ist, scheint eine echte Glaubensfrage unter Maiden-Fans zu sein.
Peter: In der Sache geht es eher um Fantreue, da Martin Birch nunmal von der zweiten LP bis „Fear of the Dark“ alle Alben produziert hat; dann ist er leider in Rente gegangen. Ich bin vielmehr der Meinung, dass Steve Harris seine Finger da aus dem Spiel lassen sollte. Dann hätten wir eines der besten Maiden-Alben der letzten 30 Jahre! Kevin Shirley produziert für andere Künstler, etwa Joe Bonamassa, wirklich super, aber Steve fummelt zu viel daran rum.

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