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Bilderbuch: Aus Lust, Laune und Swag

Frontmann Maurice, Gitarrist Mike, Bassist Peter und Schlagzeuger Pille bilden Bilderbuch – die absolute Band der Stunde, wenn man dem Presse-Echo auf das neue Album „Schick Schock“ Glauben schenken möchte. Auch das Freizeitmagazin eures Vertrauens ist schwer angetan und hat eine Hälfte des österreichischen Quartetts mit Fragen gelöchert. Was Peter und Mike zum stilistischen Wandel der Band zu erzählen haben und wer sich nach TV-Auftritten über gemopste Klamotten beschwert, erfahrt ihr hier!
(Aus dem Archiv. Original veröffentlicht im März 2015)

Euer drittes Album klingt unverkennbar anders als eure ersten beiden Platten. War das nach „Die Pest im Piemont“ ein bewusster Entschluss  oder hat euch irgendetwas Bestimmtes auf diesen Weg geführt?
Peter: Es ist  zu einem gewissen Teil natürlich eine bewusste Entscheidung, sich zu verändern. Wir haben nach der Platte 2011 auf einmal begonnen, sehr viel HipHop zu hören. Hier war besonders das „My Beatiful Dark Twisted Fantasy“-Album von Kanye West ein markanter Einschnitt in unsere bisherigen Hörgewohnheiten.
Mike: Manche Dinge, von denen man denken könnte, wir hätten sie minutiös geplant, sind einfach so passiert oder entstanden. Aus Lust, Laune und Swag, sozusagen.

Wie wirkt sich euer neuer Sound auf den Schaffensprozess selbst aus? Ich stelle mir zum Beispiel vor, dass Songs nach Art eures aktuellen Materials weniger im direkten Zusammenspiel entstehen, als es früher der Fall gewesen ist.
Peter: Der Prozess hat sich tatsächlich sehr verändert. Während wir früher alles im Proberaum geschrieben haben, entsteht heute fast alles am Computer. Das Arbeiten im digitalen Studio gibt uns einfach die Möglichkeit, sehr viel zu experimentieren. Wir müssen generell immer sehr viel probieren, bevor wir mit etwas zufrieden sind, was auch erklärt, warum wir für jeden einzelnen Ton sehr viel Studiozeit brauchen. Um den Soul reinzubringen, musst du aber auch viel gemeinsam spielen. Wir wechseln meistens zwischen Computer und Proberaum hin und her.

Gibt es ein favorisiertes Setting für Kreativität? Reiner Zufall, dass hier gerade „Spliff“ läuft…
Mike: Wir haben im Laufe des letzten Jahres, wenn wir gerade mal nicht am Produzieren waren, immer wieder kurz die Playstation angeworfen, um den Kopf frei zu kriegen und die Gedanken schweifen zulassen.Gespielt haben wir allerdings immer nur ein Spiel: „Sonic All-Stars Racing Transformed“, das ist der Wahnsinn. Du siehst, inspirierend kann theoretisch alles sein – oder auch gar nichts, das hängt von sehr vielen Faktoren ab.

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